"We Got Latin Soul!"

Sie nennen es Boogaloo ("bugalu"), Shing-a-ling, "Jala Jala" oder "Pata Pata", nach dem Miriam Makeba-Song - aber es ist alles Latin Soul für mich.

Mitte bis Ende der Sechziger war das der heisse Scheiß: In New York und überall sonst, wo es eine Latin Community gab, wurden traditionelle Rhythmen mit aktuelle Melodien verknüpft. Im Gegensatz zur afro-cubanischen Musik, die Jahrhunderte von afrikanischer und spanischer Kultur kombinierte, konzentrierte sich Latin Soul auf den Augenblick.
Dabei wurden sowohl alte Latin-Klassiker verjüngt, als auch bekannte Soul- und Pop-Songs überabeitet. Die wichtigsten Interpreten waren Joe Bataan, Willi Colon, Ray Barretto, Pucho & Latin Kings, Mongo Santamaria und Tito Puente - plus unzählige weitere Größen auf den Labels Fania, Cotique und Tico.
Der Einfluss war auch in den 70ern noch deutlich zu spüren, es gab anschließend weitere Mischungen mit Funk, Rock und Jazz (allerdings gab es durch Dizzy Gillespie und Machito schon in den 40ern Latin-Jazz). Noch deutlicher war der Einfluss bei der Instrumentierung - die Conga gehört seitdem dazu.

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