20 Jahre Invictus Records
oder: Das Leben nach Motown - Part 3
Als Schmankerl
wurde auch das erste "Solo"-Album on Lamont Dozier veröffentlicht - sogar
auf Vinyl. Tatsächlich eine Gemeinschaftsproduktion mit den Holland-Brüdern,
ist "Love & Beauty" von 1972 keine Uptempo-Soul-Platte. Der Opener "Why Can't
We Be Lovers" scheint die Vorlage für Paul Wellers Solokarriere gewesen
zu sein. Auf dem 180-Gramm starken Stück Plastik gibt es neben den 9
Tracks des Originals 6 weitere Songs, die bisher nur auf 45s erhältlich
waren. Tatsächlich war dieses Album damals eine Aktion von
Eddie und Brian gegen ihren ehemaligen Kompagnon; der hatte die Gemeinschaft
aufgekündigt, um eine Solokarriere zu starten. Und die Geschichte wiederholte
sich: Die Holland-Brüder verwickelten ihn in einen langwierigen Prozeß
und auf Doziers Debüt hat er offiziell keinen Song selbst geschrieben.....
Im Gegensatz
zu Motown, dauerten die Erfolge der Invictus-Interpreten nicht sehr lange
an. Mit Ausnahme der Chairmen und Honey Cone verschwanden die Nachfolgeveröffentlichungen
schnell aus den Charts. Daher findet man Ende der 70er die Namen H-D-H auf
wieder auf dem alten Detroit-Label, z.B. bei den Supremes und G.C. Cameron
- dem ehemaligen Sänger der Spinners. Lamont Dozier hatte mit künftigen
Platten auf ABC und Warner mehr Erfolg - z.B. mit dem Modern Soul Klassiker
"Fish ain't bitin" und dem Superhit "Going Back To My Roots". In
den 80ern wurde Music Merchant kurzzeitig noch einmal aktiviert.
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